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Einsparpotential bei der Medikamentenversorgung PDF Drucken E-Mail
Aktuelles - Gesundheitswesen
Sonntag, den 21. November 2010 um 19:47 Uhr

Mit der Senkung der Medikamentenpreise und der Generika-Substitution hat das EDI in den letzten Jahren wirkungsvolle Massnahmen gegen die Kostensteigerung im Medikamentenbereich durchgesetzt. Bisher nicht diskutiert wurden die Margen bei der Medikamentenabgabe bezüglich der verschiedenen Abgabekanäle, wie auch die Medikamentenüberversorgung oder gar Verschwendung von Medikamenten.

Die Marge ist heute unabhängig vom Abgabekanal und erbrachter Leistung, was nicht sachgerecht ist, weil bei Selbstdispensation oder Versandhandel tiefere Logistikkosten entstehen als bei den Apotheken. Margen müssen daher unterschiedlich ausgestaltet und den tieferen Kosten angepasst werden. Eine solche Differenzierung drängt sich umso mehr auf, als die über den Arztkanal abgegebenen Mengen und realisierten Umsätze in den letzten Jahren stärker angestiegen sind als bei den Apotheken. 

Ein weiteres bisher kaum thematisiertes Problem ist die Medikamentenüberversorgung. Rund ein Fünftel der älteren Menschen soll täglich fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig zu sich nehmen, was oft zu Nebenwirkungen und Komplikationen führt. Falsch dosierte Medikamente oder gefährliche Medikamenteninteraktionen können gesundheitsschädigend statt fördernd wirken. Dabei sind u.a. auch kleinere Packungen in der Medikamentenabgabe einzuführen. Im Weitern werden viele Medikamente verschrieben und abgegeben, welche nicht konsumiert, sondern direkt entsorgt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die Kosten für abgegebene, jedoch nicht konsumierte Medikamente zulasten der Krankenversicherung rund 500 Mio. Franken betragen dürften. Diese Beispiele zeigen, dass bei der Medikamentenversorgung ein grosses Sparpotential vorhanden ist, welches im Hinblick auf eine qualitativ bessere und kosteneffizientere Versorgung umgesetzt werden muss. 

Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Medikamentenversorgung die Anreize für eine qualitativ bessere, kosteneffizientere Medikamentenversorgung zu schaffen. Damit sind insbesondere folgende Massnahmen zu prüfen: 

- Neugestaltung und Differenzierung der Marge bezüglich verschiedener Abgabekanäle 

- Verbesserung der Medikamenten 

- Compliance; Verhinderung von Medikamentenüberversorgung sowie Medikamentenverschwendung 

- Einführung von kleineren Packungen in der Medikamentenabgabe

Kommentar:

Dieser Vorstoss ist ein Versuch einer weiteren Festigung der Pharma-Mafia.
Die "Vereinfachung" der Verkaufskanäle, dient nur der Konzentrierung. Wer garantiert uns denn, dass die Vertriebsorganisationen und Apotheken von den Pharma-Multis nicht auch aufgekauft werden, wie die meisten Generika-Hersteller?
Das immer wieder ins Spiel gebrachte Argument, dass die Pharma-Industrie die hohen Medikamentenpreise für ihre Forschung benötige, hinkt mehr als seinerzeit Lazarus.
So lange trotz der Forschung, die Nettoverdienste von Novartis von rund 10 Milliarden Franken ausgewiesen werden können, ist dort noch lange nicht der Schmalhans Küchenmeister . . .

 

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