Einsparpotential bei der Medikamenten-Versorgung Drucken
Aktuelles - Gesundheitswesen
Sonntag, den 21. November 2010 um 19:52 Uhr

Motion von Ruth Humbel, CVP-Nationalrätin (AG): Mit der Senkung der Medikamentenpreise und der Generika-Substitution hat das EDI in den letzten Jahren wirkungsvolle Massnahmen gegen die Kostensteigerung im Medikamentenbereich durchgesetzt.


Bisher nicht diskutiert wurden die Margen bei der Medikamentenabgabe bezüglich der verschiedenen Abgabekanäle, wie auch die Medikamentenüberversorgung oder gar Verschwendung von Medikamenten. Die Marge ist heute unabhängig vom Abgabekanal und erbrachter Leistung, was nicht sachgerecht ist, weil bei Selbstdispensation oder Versandhandel tiefere Logistikkosten entstehen als bei den Apotheken. Margen müssen daher unterschiedlich ausgestaltet und den tieferen Kosten angepasst werden. Eine solche Differenzierung drängt sich umso mehr auf, als die über den Arztkanal abgegebenen Mengen und realisierten Umsätze in den letzten Jahren stärker angestiegen sind als bei den Apotheken. 

Ein weiteres bisher kaum thematisiertes Problem ist die Medikamentenüberversorgung. Rund ein Fünftel der älteren Menschen soll täglich fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig zu sich nehmen, was oft zu Nebenwirkungen und Komplikationen führt. Falsch dosierte Medikamente oder gefährliche Medikamenteninteraktionen können gesundheitsschädigend statt fördernd wirken. Dabei sind u.a. auch kleinere Packungen in der Medikamentenabgabe einzuführen. Im Weitern werden viele Medikamente verschrieben und abgegeben, welche nicht konsumiert, sondern direkt entsorgt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die Kosten für abgegebene, jedoch nicht konsumierte Medikamente zulasten der Krankenversicherung rund 500 Mio. Franken betragen dürften. Diese Beispiele zeigen, dass bei der Medikamentenversorgung ein grosses Sparpotential vorhanden ist, welches im Hinblick auf eine qualitativ bessere und kosteneffizientere Versorgung umgesetzt werden muss. 

Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Medikamentenversorgung die Anreize für eine qualitativ bessere, kosteneffizientere Medikamentenversorgung zu schaffen. Damit sind insbesondere folgende Massnahmen zu prüfen:

- Neugestaltung und Differenzierung der Marge
bezüglich verschiedener Abgabekanäle

- Verbesserung der Medikamenten

- Compliance; Verhinderung von Medikamentenüberversorgung sowie Medikamentenverschwendung

- Einführung von kleineren Packungen in der Medikamentenabgabe

Bemerkung: Das sind stumpfsinnige Ideen von Gesunden. Aber wie kommen bettlägerige, alte und Invalide Kranke zu ihren Medikamenten?

 

 

einsam und Vergessen ? 

Die Motionärin Ruth Humbel ist zwar Nationalrätin der CVP, aber wo ist denn ihre christliche Gesinnung geblieben?

Hat sie die Alten, Behinderten oder Alleinstehenden Menschen vergessen?

Sie hat die christliche Gesinnung und die Ehrfurcht vor den Alten und Behinderten dem Mammon geopfert.
Denn sie ist Regionalleiterin vom Krankenkassenverband santésuisse und Präsidentin Netzwerk gesundheitsfördernder Spitäler und Dienste.
Sie politisiert nach dem Motto; "wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing".


Was bei ihren Tätigkeiten so schön nach Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Bürgervertreterin aussieht und tönt, ist reine Lobbyarbeit für die darbende Pharmaindustrie.
Jeder einfache Landarzt "im hintersten Chrachen" leistet mehr für die Mitmenschen, als solche Politiker.

Aber Frau Humbel ist nicht allein von dieser Krankheit befallen.

Wir empfehlen ihr und ihren Gesinnungsgenossen, sich erst wieder mit Sparvorschlägen an die Öffentlichkeit zu wagen, wenn einer dabei ist, der massive Einsparungen bei dem ausufernden Verwaltungsapparat der Versicherungen garantiert . . .